07.01.26
Windows 11 Migration: Endspurt für die Nachzügler
Mit dem Ende des kostenlosen ESU-Programms für Windows 10 wird es ernst. Was Unternehmen jetzt beachten müssen, die noch nicht migriert sind.
Der offizielle Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025. Für Unternehmen, die nicht rechtzeitig migriert haben, lief seitdem das erweiterte Sicherheitsupdate-Programm von Microsoft. Die Kosten dafür steigen jährlich, und spätestens jetzt im neuen Jahr wird für viele die wirtschaftliche Schmerzgrenze erreicht. Zeit für eine saubere Migrationsplanung.
Das größte Hindernis ist in vielen Umgebungen nicht das Betriebssystem selbst, sondern die Hardware. Windows 11 setzt TPM 2.0 und einen unterstützten Prozessor voraus. Geräte, die vor 2018 angeschafft wurden, fallen häufig durchs Raster. Eine Bestandsaufnahme über das vorhandene Geräteinventar ist der erste Schritt jeder Migration.
In gewachsenen Umgebungen erleben wir regelmäßig, dass das Inventar in Excel-Listen gepflegt wird, die niemand mehr ernst nimmt. Moderne Tools wie Microsoft Intune, SCCM oder auch Open-Source-Alternativen liefern belastbare Hardware-Reports auf Knopfdruck. Wer diese Basis nicht hat, fliegt bei jeder größeren Umstellung blind.
Der zweite Stolperstein sind Fachanwendungen. Viele Spezialprogramme, besonders im industriellen Umfeld, wurden über Jahre auf Windows 10 optimiert. Der Wechsel auf Windows 11 ist in den meisten Fällen unkritisch, aber jede Anwendung sollte vor dem flächendeckenden Rollout in einer Pilotgruppe getestet werden. Wir sehen immer wieder Treiberprobleme mit älteren Peripheriegeräten, insbesondere Scannern, Etikettendruckern und Spezialhardware im Gesundheitsbereich.
Für sehr spezielle Altanwendungen, die sich partout nicht unter Windows 11 betreiben lassen, bleibt der Weg über virtualisierte Bereitstellung. Windows 365 Cloud PCs oder klassische RDS-Farmen mit Windows 10 LTSC sind etablierte Lösungen, um Altlasten weiterzubetreiben, ohne die Gesamtinfrastruktur auf veraltetem Niveau zu halten.
Unsere Empfehlung für Unternehmen, die noch mitten in der Migration stecken: priorisieren Sie nach Exposition. Mobile Geräte und Arbeitsplätze mit direktem Internetkontakt zuerst, interne Produktionsrechner später. Und planen Sie realistisch. Eine Migration von 200 Arbeitsplätzen braucht Wochen, nicht Tage.
Wir begleiten Migrationen von der initialen Analyse über die Testphase bis zum abschließenden Rollout und dokumentieren jeden Schritt nachvollziehbar.
WindowsMigrationClient-Management